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Strache fordert Grenzzaun rund um Akademikerball

Akademikerball Wäre eine bauliche Maßnahme eine geeignete Lösung?

Wien. Den Rechtswalzer am Tanzparkett findet die Links-Demo garnicht nett. So könnte eine kurze Zusammenfassung über die Geschehnisse rund um den „Wiener Akademikerball“ lauten, der jährlich in der Hofburg stattfindet. Um neben den überwiegend friedlichen Demonstranten auch gewaltbereite Randalierer vom Ballsaal fernzuhalten, wurde längst ein großräumiges Platzverbot verhängt und knapp 3.000 Polizisten in Alarmbereitschaft versetzt. Nun fordert FPÖ-Chef Strache „in dieser Ausnahmesituation einen Grenzzaun und Passkontrollen rund um das gesamte Gelände“.

Zaun vorerst nicht realisierbar

Zumindest heuer wird sich die Forderung nicht mehr verwirklichen lassen, da sich das einzige Bauunternehmen mit der notwendigen Expertise zurzeit im Betriebsurlaub befindet. Außerdem wäre so kurzfristig mit einem rund 500 Meter langen Zaun-Loch zwischen dem Museumsquartier und Karlsplatz zu rechnen.

Eine Demonstrantin, die extra aus Bayern angereist ist und anonym bleiben will, findet auch die Namensgebung des Ballspektakels unangebracht: „Wäre der Akademikerball namensgemäß wirklich nur von Akademikern besucht, könnte er genauso gut in einem Stüberl‘ ums Eck stattfinden“.

Auch Demos kritisiert

Die Demonstrationen stehen mittlerweile genauso wie der Ball selbst im Kreuzfeuer der Kritiker. Denn jedes Jahr stellen sich Anrainer wie Sonja P. (43) dieselbe Frage: „Warum attackieren die Demonstranten immer Einsatzkräfte, Geschäftslokale und Mülltonnen? Das sind doch alles keine Burschenschafter.“

Fakt ist jedoch, dass kaum eine andere Tanzveranstaltung einer demokratisch gewählten Partei dermaßen im medialen Rampenlicht steht, wie jener der Wiener FPÖ.

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(Bildquellen: Nagesh Kamath/Flickr (CC BY-SA 2.0), Christian Jansky/Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), Montage)