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Innenministerin bewacht Loch im Grenzzaun höchstpersönlich

Grenzzaun Innenministerin Mikl-Leitner bewacht die „Bauliche Maßnahme“ rund um die Uhr.

Spielfeld. „Es ist mir egal ob er bauliche Maßnahme, Tor mit Seitenteilen, oder einfach nur Zaun genannt wird. Eines ist jedenfalls fix: Solange ich hier sitze, kommt keiner durch“, versicherte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in der heutigen Pressekonferenz im Spielfelder Gasthaus „Zur eisernen Wirtin“.

Anrainer wehren sich

Auslöser waren zwei Anrainer, die den Zaunbau auf ihren Grundstücken im Grenzgebiet vergangene Woche bedingungslos ablehnten. Um das ohnehin schon umstrittenen Bauvorhaben nicht gänzlich zum Scheitern zu bringen, war das Innen- und Verteidigungsministerium auf der Suche nach Alternativen. „Ursprünglich wollten wir ein Eurofighter über dem Gebiet kreisen lassen, was das Budget natürlich massiv gesprengt hätte. Leider hat der Lehrling des Eurofighter-Hangars aber vergessen die Winterreifen zu montieren, daher haben wir uns einen neuen, unschlagbaren Plan ausgedacht“, so der Leiter der „Arbeitsgruppe Maschendraht“.

Ministerin bewacht höchstpersönlich

Die Innenministerin, die für ihr überaus rasches Agieren in der Flüchtlingsproblematik bekannt ist, hat sich indes bereit erklärt das Loch im Zaun – zumindest bis Weihnachten – persönlich zu bewachen. „Ich habe noch am Sonntagabend meinen Wanderrucksack gepackt und werde vor der Staatsgrenze campieren, bis unsere Arbeitsgruppe eine dauerhafte Lösung erarbeitet hat“.

Früh übt sich

Vertreten wird die Ministerin während ihrer Abwesenheit in Wien übrigens vom Praktikanten und Sozioökonomie-Studenten Michael (26), der den Karrieresprung kaum fassen kann: „Ich stehe mit meiner Chefin im permanenten WhatsApp-Kontakt. Eigentlich wollte ich immer Finanzminister werden, aber wer weiß, wenn ich mich möglichst ruhig verhalte, schaffe ich in ein paar Jahren vielleicht den Sprung ins Finanz-Ressort. Ich wäre dann praktisch der Schotter-Michi“.

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(Bildquellen: Joseph/Flickr (CC BY-SA 2.0), Délmagyarország/Schmidt Andrea/Relevente (uploaded)/Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), Ailura/Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), Montage)