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Eurofighter fangen Sternschnuppe ab

Zeltweg. Vergangene Nacht konnte nicht nur der Sternschnuppenschauer der „Perseiden“, sondern auch die Eurofighter am Nachthimmel beobachtet werden. Kurz vor zwei Uhr früh drangen zahlreiche nicht identifizierte Flugobjekte in den österreichischen Luftraum ein. Trotz mehrmaliger Aufforderung der „Austro Control“ weigerten sich die Objekte jedoch ihre Flugkennung bekanntzugeben. Da es sich hierbei um eine Bedrohung für den zivilen Luftverkehr handelte, wurden die Eurofighter in Zeltweg umgehend mit einer Abfangmission beauftragt.

Großteil der Eurofighter kampfunfähig

In der „Fliegerwerft 2“ stand lediglich ein funktionsfähiges Kampfflugzeug bereit, an dem auch Sommerreifen montiert waren. „Dabei handelte es sich um eine Ausnahmesituation, da sonst eigentlich immer alle Abfangjäger einsatzfähig sind“, versicherte Offizier Werner Luftig vom Fliegerhorst Hinterstoisser.

Lenkflugkörper abgefeuert

Wenige Minuten nach dem Start beschleunigte der Eurofighter bereits mit „Mach 1“ in den Überschallbereich und versuchte die Flugobjekte zum Landen zu zwingen. Da die Kontaktaufnahme mit dem klassischen Wackeln der Tragflächen erfolglos blieb, folgte die Freigabe zum Abfangen. Der Eurofighter-Pilot zog den Abzug und feuerte einen Air-to-Air Lenkflugkörper vom Typ „IRIS-T“ ab und zerstörte eines der Flugobjekte. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil lobte das Bundesheer: „Obwohl unser Pilot den kompletten Bestand der Eurofighter-Munition verschossen hat, konnten wir einmal mehr zeigen, wer der Herr über den Alpen ist!“.

Flugobjekte waren wahrscheinlich Sternschnuppen

Während das Bundesheer den Abschuss als Erfolg feiert, schildert der Direktor des Planetariums in Wien, Werner Gruber, die astronomischen Hintergründe gegenüber Vienna Telegraph. „Bei den Flugobjekten handelte es sich um eine Leuchterscheinung in der Erdatmosphäre, die der Volksmund Sternschnuppen nennt“, so Gruber.

Die Redaktion hofft, dass der Eurofighter damit nicht den einen oder anderen Sternschnuppen-Wunsch pulverisiert hat.

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(Bildquellen: Matthias Rhomberg/Flickr (CC BY 2.0), @sage_solar/Flickr (CC BY 2.0), Montage)