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„Erneute Pannen erwartet“: Zentralmatura-Noten werden gewürfelt

Zentralmatura Heinisch-Hosek hat schon die passende Bluse zur Würfel-Matura.

Wien. „Bis zur Matura dauert’s eh noch ewig“ ist ein Satz den man sowohl in den Schulklassen, als auch im Unterrichtsministerium regelmäßig hört. Wenige Woche vor dem großen Showdown ist die Stimmung jedoch auf beiden Seiten zunehmend angespannt.

Die letzte Pannenserie der Zentralmatura reichte von Server-Überlastungen bis hin zu fehlenden Angaben. Die logische Schlussfolgerung liegt auf der Hand: „Die bisherige Erfolgsgeschichte der standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung ist bereit, nun auch auf den Schulbereich der BHS ausgeweitet zu werden“, meldete Ing. Schreiber vom Bundesinstitut für Bildungsforschung.

Würfel als Notfallplan

Da auch beim zweiten Anlauf mit einer Pannenserie gerechnet wird, wurde bereits ein komplexer Notfallplan aufgestellt. „Sollte es wieder zu Zwischenfällen kommen, so wird pro Schüler und Fach einfach einmal der Würfel geworfen – bei einem Sechser wird natürlich nochmals gewürfelt. Der Anteil der dummen und schlauen Schüler sollte dann endlich gleich hoch und damit vergleichbar sein. Das finden wir gerecht“, so Bildungsministerin Heinisch-Hosek, die sich auch schon die passende Bluse für das große Würfeln gekauft hat.

Kritik von Schülervertretern

Während die „Schülerunion“ den Notfallplan als „Armutszeugnis für die bildungspolitische Zukunft“ bezeichnet, fordert die SPÖ-nahe „Aktion kritischer Schülerinnen“, dass zumindest der „Frauenanteil der Würfelwerfer_innen bei mindestens 50% liegt“.

Änderungen bei VWA

Die Regularien für das Verfassen der vorwissenschaftlichen Arbeit wurden ebenfalls einer Änderung unterzogen. „Im nächsten Jahr wird die Mindestanforderung darauf reduziert, dass in jedem Absatz der Name der Unterrichtsministerin mindestens einmal vorkommen muss. Oder der des Unterrichtsministers. Da legen wir uns lieber noch nicht so genau fest“, heißt es aus dem BIFIE.

Die HAK-Schülerin Jessica (17) aus Wien-Floridsdorf kann noch schmunzeln: „Bei einem Fleck zahlt wenigstens die Stornoversicherung der Maturareise“. Das Lachen wird aber selbst dem letzten Fünfer-Kandidaten noch vergehen, wenn es heißt „Alea iacta est – der Würfel ist gefallen“.

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(Bildquellen: SPÖ Presse und Kommunikation/Flickr (CC BY-SA 2.0), Allison Meier/Flickr (CC BY-SA 2.0), Pixabay (CC0 1.0), Montage)